MGM-Exkursion nach Frankfurt: Besuch der EZB und der Deutschen Börse
Ein Reisebericht von Student Kabir Raj Manthan
Tag 1 – 11. Mai: Ankunft in Frankfurt
Die Gruppe reiste von Bremen ab und kam in Frankfurt am Main an, einer der führenden Finanzmetropolen Europas. Der Abend bot den Studierenden anschließend die Gelegenheit, die unverwechselbare Skyline Frankfurts zu bewundern, in der gläserne Hochhäuser neben jahrhundertealter Architektur emporragen – eine treffende Metapher für das Gleichgewicht zwischen Tradition und Wandel, welche die moderne Finanzwelt prägt.
Tag 2 – 12. Mai: Die EZB und die Deutsche Börse
Der zweite Tag war der Höhepunkt der Reise: ein intensives und äußerst lohnendes Eintauchen in zwei der bedeutendsten Finanzinstitute Europas – und das alles an einem einzigen, bemerkenswerten Tag. Die Gruppe begann den Tag bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Deren markanter Hauptsitz mit den Zwillingstürmen im Stadtteil Ostend signalisiert sofort, dass dies ein Ort ist, an dem Geschichte und Zukunft in ständigem Dialog stehen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen eingehende Diskussionen über Geldpolitik, das Preisstabilitätsmandat der EZB und die Instrumente, mit denen die Bank Inflation, Zinsentscheidungen und makroökonomische Unsicherheiten steuert. Für die Studierenden, die diese Konzepte bereits in Vorlesungen und Fallstudien behandelt hatten, erhielt der Stoff durch die direkte Diskussion innerhalb der Institution ein ganz anderes Gewicht. Prof. Dr. Mechthild Schrooten, deren Fachkenntnisse in internationaler Wirtschaftswissenschaft sie zur idealen Begleiterin durch diese Diskussionen machten, half der Gruppe dabei, das Gehörte in den Kontext breiterer globaler Wirtschaftsdebatten einzuordnen. Es war genau die Art von Lernen, die nur stattfindet, wenn Theorie auf gelebte institutionelle Realität trifft.
Ein ganzer Tag im Zeichen der Finanzwelt
Von der EZB aus begab sich die Gruppe zur Deutschen Börse, die zu den größten Börsenorganisationen der Welt zählt. Der Höhepunkt war der Besuch des Handelssaals, der in der Finanzwelt eine fast mythische Bedeutung hat. Dort zu stehen und die Infrastruktur zu erleben, die täglich Transaktionen in Milliardenhöhe ermöglicht, hinterließ bei allen einen tiefen Eindruck. Die Studierenden erhielten Einblicke in die Funktionsweise moderner Börsen, in die Art und Weise, wie Technologie den Handel verändert hat, sowie in die tatsächliche Rolle einer Börse innerhalb der Architektur einer globalen Wirtschaft. Astrid Deckers Hintergrund in Betriebswirtschaft und Managementstrategie half den Studierenden, die betrieblichen Realitäten der Deutschen Börse mit den übergeordneten Themen zu verknüpfen, die im Rahmen des MBA-Programms behandelt wurden. Am Ende des Tages kehrte die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken und reichlich Stoff zum Nachdenken zurück.
Tag 3 – 13. Mai: Die Heimreise
Am Morgen des 13. Mai stieg die Gruppe in den Bus zurück nach Bremen. Die Fahrt bot einen natürlichen Moment der gemeinsamen Reflexion, in dem sich ungezwungene Gespräche darüber entwickelten, was der vergangene Tag bedeutet hatte, was sie überrascht hatte und wie diese Erfahrung ihr weiteres Denken prägen würde. Frankfurt verschwand im Rückspiegel, doch die Lektionen, die die Stadt zu bieten hatte, begleiteten alle Teilnehmer auf ihrer Heimreise.
Reflexion
Exkursionen dieser Art sind es, die ein wirklich intensives MBA-Erlebnis von einem, das sich auf Hörsäle beschränkt, unterscheiden. Frankfurt bot unserer Gruppe einen direkten Einblick in die tatsächlichen Entscheidungszentren der europäischen Finanzwelt. Die Gespräche, die an diesem Tag bei der EZB und der Deutschen Börse entstanden sind, prägen bis heute unsere Auseinandersetzung mit Geldpolitik, Kapitalmärkten und globalem Management. Wir danken Astrid Decker und Prof. Dr. Mechthild Schrooten für die Organisation und Begleitung sowie den beiden Institutionen dafür, dass sie ihre Türen für die nächste Generation globaler Führungskräfte geöffnet haben.