Für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter

Der stellvertretende wissenschaftliche Leiter des International Graduate Centers, Prof. Dr. Christian Schuchardt, stand der Wirtschaftszeitung für ein ausführliches Interview zur Verfügung. Die Fragen stellte Jeanette Simon-Lahrichi. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

Prof. Dr. Christian Schuchardt, Stellv. wissenschaftlicher Leiter des IGC

Bei der Entwicklung von Masterprogrammen hat die Hochschule Bremen bereits Mitte der 1990er Jahre Pionierarbeit in Deutschland geleistet? Warum?

Tatsächlich haben einige Kollegen an der Hochschule Bremen bereits Masterprogramme entwickelt, als es diese in Deutschland noch gar nicht gab. Die Hochschule ist schon immer sehr international ausgerichtet gewesen. Mit der steigenden Zahl internationaler Studiengänge und der  wachsenden globalen Vernetzung schien es sinnvoll und notwendig diese Abschlüsse auch in Bremen zu etablieren.

Warum ist es so wichtig, dass auch in Deutschland internationale Abschlüsse wie der Bachelor und der Master angeboten werden?

Das traditionelle deutsche Diplom war insbesondere im anglo-amerikanischen Sprachraum schwer einzuordnen und zu bewerten. Das neue System soll einheitliche Abschlüsse schaffen, die international verstanden und verglichen werden können.

Bachelor, Master, MBA - wie sind diese Abschlüsse heute einzuordnen?

Es gibt verschiedene Kompetenzniveaus, die jeweils in den verschiedenen Stufen erreicht werden. Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss. Darauf aufbauend kann ein Master absolviert werden. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit einen traditionellen Doktor zu machen.

Für wen ist der Abschluss MBA interessant?

Es gibt in der Industrie oft den Bedarf an Management-Know-How für Leute, die nicht Betriebswirtschaft studiert haben. Mit zunehmendem Aufstieg innerhalb des Unternehmens kommen zum Beispiel auch Natur- und Geisteswissenschaftler in Positionen, in denen sie betriebswirtschaftliche Kenntnisse benötigen. Ein MBA-Studium bereitet diese Fachkräfte auf die Übernahme von Management- und Führungsaufgaben vor und ist damit häufig die Grundlage für den nächsten Karriereschritt, weg von der Fachlaufbahn und hin zur Führungslaufbahn. Viele steigen schon während des Programms oder unmittelbar nach dem Abschluss um ein bis zwei Karrierestufen auf. Eine solche Weiterbildung ist damit als Investition in die berufliche Zukunft zu betrachten.

Was spricht für eine Weiterbildung am IGC?

Wir bieten seit über zwölf Jahren erfolgreich Master- und MBA-Programme an. Das heißt, wir haben jede Menge Erfahrung in der Lehre und Organisation. Außerdem verstehen wir die Bedürfnisse von Teilzeitstudierenden, die häufig Beruf, Weiterbildung und Familie unter einen Hut bringen müssen. Wir helfen ihnen soweit es geht, das zu managen.

Wie fördern Sie die Vereinbarkeit von MBA-Studium mit Beruf und Familie?

Tatsächlich ist das für viele Programmteilnehmer die größte Herausforderung. Es hat sich gezeigt, dass der Unterrichtsrhythmus Montag-, Freitag- und Samstagabend sehr praktikabel ist. Während der Semesterferien im Frühjahr und im Sommer haben die Studierenden die Möglichkeit ein bisschen Luft zu holen und Sachen vor- oder nachzuarbeiten.

 

 


Profil des International Graduate Center: 

 

Das International Graduate Center (IGC) ist die zentrale Einrichtung für postgraduale Studien und wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Bremen. Weltweit haben über 1.000 Absolventen aus über 80 Nationen ein Masterstudium am IGC abgeschlossen. Das IGC ist somit eine der international erfolgreichsten Graduiertenschulen in Deutschland. Als Teil der Hochschule Bremen steht das IGC insbesondere für Tradition und Qualität in den angebotenen Masterstudiengängen.

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